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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Fassung vom 31. Juli 2026

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software ProfiBüro GO zwischen der Luca Schreiber und Philip Tkacz GbR, Dorotheenstraße 74, 22301 Hamburg (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden.

(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, an juristische Personen des öffentlichen Rechts und an öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen.

(3) Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.

§ 2 Gegenstand des Vertrages

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden ProfiBüro GO als webbasierte Anwendung zur Nutzung über das Internet zur Verfügung (Software as a Service). Mit der Anwendung lassen sich Angebote, Auftragsbestätigungen und Rechnungen erstellen sowie Kunden- und Leistungsdaten verwalten.

(2) Der Funktionsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Leistungsbeschreibung auf der Website des Anbieters.

(3) Der Anbieter darf die Anwendung weiterentwickeln und Funktionen ergänzen oder verändern, solange der vertraglich geschuldete Leistungsumfang dadurch nicht wesentlich eingeschränkt wird. Über wesentliche Änderungen informiert der Anbieter mit angemessenem Vorlauf.

(4) Eine Überlassung der Software zum dauerhaften Download oder zur Installation auf eigenen Systemen des Kunden ist nicht geschuldet.

§ 3 Vertragsschluss und Testphase

(1) Mit dem Absenden des Registrierungsformulars gibt der Kunde ein Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrages ab. Der Vertrag kommt mit der Freischaltung des Zugangs durch den Anbieter zustande.

(2) Die Nutzung ist in den ersten 14 Tagen ab Freischaltung kostenlos. In dieser Zeit steht der volle Funktionsumfang zur Verfügung.

(3) Nach Ablauf der 14 Tage geht die Nutzung automatisch in das kostenpflichtige Abonnement nach § 4 über, sofern der Kunde nicht bis zum Ende der Testphase kündigt. Eine gesonderte Bestellung ist nicht erforderlich. Auf diesen Übergang, den Zeitpunkt und die Höhe des Entgelts wird der Kunde bereits im Registrierungsformular deutlich hingewiesen.

(4) Der Anbieter erinnert den Kunden spätestens drei Tage vor Ablauf der Testphase in Textform an den bevorstehenden Übergang und weist auf die Kündigungsmöglichkeit hin.

(5) Die Kündigung während der Testphase ist jederzeit ohne Angabe von Gründen im Kundenkonto möglich. Mit Zugang der Kündigung entstehen keine Kosten.

(6) Für den automatischen Übergang hinterlegt der Kunde bereits bei der Registrierung ein Zahlungsmittel. Eine Belastung erfolgt frühestens nach Ablauf der Testphase.

§ 4 Vergütung und Zahlung

(1) Nach Ablauf der Testphase beträgt das Entgelt 5,00 € pro Monat und Betrieb. Sämtliche in der Leistungsbeschreibung genannten Funktionen sind darin enthalten.

(2) Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG. Umsatzsteuer wird nicht erhoben und in den Rechnungen des Anbieters daher nicht ausgewiesen. Der genannte Betrag ist der Endpreis. Entfällt die Kleinunternehmerregelung, tritt die gesetzliche Umsatzsteuer hinzu; der Anbieter informiert den Kunden hierüber vorab in Textform.

(3) Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus. Zahlungsart und Fälligkeit ergeben sich aus dem Bestellvorgang: SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte.

(4) Der Anbieter darf die Vergütung mit einer Frist von sechs Wochen zum Ende eines Abrechnungsmonats anpassen. Der Kunde wird darüber in Textform informiert und kann den Vertrag bis zum Wirksamwerden der Änderung zum Anpassungszeitpunkt kündigen. Auf dieses Recht weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin.

(5) Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, kann der Anbieter den Zugang nach vorheriger Ankündigung und Fristsetzung sperren. Die Zahlungspflicht bleibt hiervon unberührt.

§ 5 Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Es besteht keine Mindestlaufzeit.

(2) Beide Seiten können den Vertrag jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündigen. Eine Kündigungsfrist besteht nicht. Die Kündigung ist in Textform oder unmittelbar im Kundenkonto möglich.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt.

§ 6 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und gibt sie nicht an Dritte weiter. Besteht der Verdacht eines Missbrauchs, informiert er den Anbieter unverzüglich.

(2) Der Kunde ist für die Richtigkeit und Vollständigkeit der von ihm eingegebenen Daten verantwortlich, insbesondere für seine Stammdaten, seine Steuernummer und die Angaben in den erzeugten Dokumenten.

(3) Der Kunde nutzt die Anwendung nicht für rechtswidrige Zwecke und stellt sicher, dass er zur Verarbeitung der von ihm eingegebenen personenbezogenen Daten berechtigt ist.

§ 7 Verfügbarkeit und Wartung

(1) Der Anbieter stellt die Anwendung im Jahresmittel mit einer Verfügbarkeit von 99 % bereit, gemessen am Übergabepunkt zum Internet.

(2) Nicht als Ausfall gelten Zeiten geplanter Wartung, die der Anbieter nach Möglichkeit in nutzungsschwache Zeiten legt und mit angemessenem Vorlauf ankündigt, sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen.

§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Der Kunde bleibt hinsichtlich der von ihm in die Anwendung eingegebenen personenbezogenen Daten – etwa Daten seiner eigenen Kunden – Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Der Anbieter verarbeitet diese Daten ausschließlich weisungsgebunden als Auftragsverarbeiter.

(2) Der Anbieter stellt dem Kunden hierfür einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO zur Verfügung. Dieser wird mit Vertragsschluss Bestandteil des Vertragsverhältnisses. Der Vertragstext ist unter profibuero-go.de/av-vertrag einsehbar und im Kundenkonto abrufbar.

(3) Zur Verarbeitung der Eingaben setzt der Anbieter Unterauftragsverarbeiter ein. Diese sind im Vertrag zur Auftragsverarbeitung aufgeführt. Einzelheiten zur Verarbeitung durch die eingesetzte KI-Schnittstelle beschreibt die Datenschutzerklärung.

§ 9 Ergebnisse der KI-gestützten Erstellung

(1) Die Anwendung kann aus einer gesprochenen oder getippten Beschreibung des Kunden einen Dokumententwurf erzeugen. Dabei kommt ein KI-System zum Einsatz.

(2) Diese Entwürfe sind Vorschläge. Der Kunde ist verpflichtet, jedes Dokument vor dem Versand auf Richtigkeit zu prüfen – insbesondere Empfänger, Positionen, Mengen, Preise, Steuersätze und Leistungszeiträume. Ein Dokument wird erst durch die Freigabe des Kunden verbindlich.

(3) Der Anbieter schuldet keine inhaltliche Richtigkeit der KI-Vorschläge und erbringt insbesondere keine Steuer-, Rechts- oder Buchhaltungsberatung.

§ 10 Ordnungsmäßigkeit und Aufbewahrung

(1) Die Anwendung unterstützt den Kunden dabei, Dokumente den Anforderungen der GoBD entsprechend zu erstellen und aufzubewahren, und erzeugt Rechnungen in einem für die E-Rechnung vorgesehenen Format.

(2) Die Einhaltung der steuer- und handelsrechtlichen Pflichten – insbesondere der Aufbewahrungspflichten – bleibt Aufgabe des Kunden. Die Anwendung ist ein Hilfsmittel und entbindet ihn nicht von der Prüfung, ob seine Buchführung den für ihn geltenden Anforderungen genügt.

§ 11 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536 a Abs. 1 BGB wird ausgeschlossen.

(4) Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung der von ihm erzeugten Dokumente mitverantwortlich. Der Anbieter ermöglicht hierfür den Export nach § 12.

§ 12 Datenexport und Löschung nach Vertragsende

(1) Der Kunde kann seine Dokumente jederzeit als PDF sowie seine Kunden- und Rechnungsdaten als Datei exportieren – auch nach einer Kündigung.

(2) Nach Beendigung des Vertrages bleiben die Daten für 30 Tage zum Abruf verfügbar. Danach werden sie gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 13 Änderung dieser Bedingungen

Der Anbieter kann diese Bedingungen ändern, wenn dies aus rechtlichen oder technischen Gründen erforderlich ist oder Funktionen ergänzt werden. Er informiert den Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens, gilt die Änderung als angenommen. Auf die Bedeutung des Schweigens weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin. Widerspricht der Kunde, kann jede Seite den Vertrag zum Änderungszeitpunkt kündigen.

§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand Hamburg.

(3) Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.